03.11.2011
Das Handwerk im Kammerbezirk Chemnitz hat Hochkonjunktur. Das ergab die Herbst-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Chemnitz. 90 Prozent der befragten Handwerksbetriebe bezeichnen ihre Geschäftslage als gut bzw. befriedigend. Das sind 4 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die gute Bilanz wird von Betrieben aus allen Gewerkegruppen getragen und weist auch regional kaum Unterschiede auf.
Der Geschäftsklimaindex liegt bei 39,2 Punkten. Vergleicht man die Konjunkturentwicklung im Zeitablauf, ist für das Handwerk der Region die beste konjunkturelle Situation seit 1994 ersichtlich.
Der hauptsächliche Belastungsfaktor der Vorjahre, die gesunkene Industrienachfrage, hat sich seit der Erholung der Wirtschaft zum Wachstumsbeschleuniger entwickelt. Das vor allem auf die Binnennachfrage orientierte Handwerk profitiert außerdem vom Sanierungsbedarf in privaten Haushalten und im gewerblichen Sektor. Die Zahl der Beschäftigten wurde auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten und sogar leicht gesteigert. Erstmals fallen im zurückliegenden Quartal aufgrund der allgemein guten Wirtschaftslage die weiter gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise nicht zu sehr ins Gewicht. Das stabile Gesamtumfeld ermöglicht es auch den besonders betroffenen Handwerkern im Lebensmittelbereich, die Verkaufspreise anzupassen.
Die Investitionszurückhaltung der vergangenen Jahre wich einer vorsichtigen Investitionsbereitschaft. Fast jeder Fünfte der befragten Handwerker hat im Berichtszeitraum mehr investiert. Für die verbesserte Entwicklung in der Konjunktur sprechen auch die sehr guten Werte bei der Betriebsauslastung und den Auftragsbeständen. Für die kommenden Monate erwarten 89 Prozent der Betriebsinhaber eine zufriedenstellende oder gute Geschäftsentwicklung. Als besonders bemerkenswert bezeichnete Kammerpräsident Dietmar Mothes die Tatsache, dass die Handwerker ihre Erwartungen an die nächsten Monate auf sehr realistischer Grundlage treffen. Ihre Prognosen aus dem Vorquartal stimmten sehr präzise mit der tatsächlichen konjunkturellen Entwicklung überein.
Ausführliche Auswertung und Sonderumfrage "Energieverbrauch im Handwerk"