Handwerk im Dialog mit der Ästhetik
In unseren Lebensbereichen werden wir unaufhörlich mit Gebrauchsgegenständen aus Industrie und Handwerk konfrontiert. Die Produkte des Handwerks unterscheiden sich von industriell hergestellten durch ihre Exklusivität und Individualität. Beides wird durch persönliche Passfähigkeit zum Kunden, durch den Wert seiner Handhabung und das ästhetische Erscheinungsbild geprägt.
Gestalterische Individualität wird zum kaufentscheidenden Faktor und somit zum Baustein einer soliden wirtschaftlichen Basis der handwerklichen Produzenten.
Den Produkten Schönheit und Gebrauchsfähigkeit zu geben, ist ein Schöpfungsprozess, der Kundenakzeptanz erfordert und gleichzeitig dem Schöpfer ein hohes Selbstbewusstsein vermittelt, kreative Freude bereitet und hilft, die kulturelle Sensibilität der Kunden und die der eigenen Person zu erhöhen.
Studium – Gestalter im Handwerk
Als erste in den neuen Bundesländern, hat sich die Handwerkskammer Chemnitz die Aufgabe gestellt, das Interesse begeisterungsfähiger Handwerker auf die kreative und ästhetische Gestaltung ihrer Produkte zu lenken sowie die Grundlagen für eine eigenständige, designorientierte Handwerksarbeit – fachbezogen oder gewerkeübergreifend – zu vermitteln.
Die Herausbildung der eigenschöpferischen Arbeit in einer Seminargruppe aus Handwerkern mit unterschiedlichsten gestaltungsintensiven Gewerken, eine praxisorientierte Kunstgeschichte, die Vermittlung von Kenntnissen der Farb- und Formenlehre, Marketing- und Kommunikationspraxis, CAD-orientierte Produktentwicklung, Zeichnungs- und Darstellungstechniken, Kreativität und Produktentwicklung und werkstattorientierter Modulunterricht bilden die Basis für das zertifizierte Prädikat „Gestalter im Handwerk“, welches durch eine praxisorientirte Abschlussarbeit erreicht werden kann.
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